Ein Hüftbruch bei Senioren ist oftmals auf einen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen.Ein Hüftbruch bei Senioren ist oftmals auf einen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen. Das hat ein Nationales Forschungsprogramm in der Schweiz ergeben, bei dem unter anderem 222 Hüftfraktur-Patienten im Alter über 65 Jahren untersucht wurden. Nur vier Prozent der Betroffenen verfügten über einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel, teilt der Schweizerische Nationalfonds in Zürich mit. Ein schwerer Mangel des Vitamins wurde bei der Hälfte der Patienten festgestellt, die zu Hause lebten, sowie bei drei Viertel der Untersuchten, die in einem Pflegeheim wohnten. Oft werde unterschätzt, wie wichtig Vitamin D für starke Knochen ist, so die Experten weiter. Es fördere die Aufnahme von Kalzium und Phosphat, die für den Knochenaufbau sehr wichtig sind. Vitamin D kommt allerdings in der Nahrung nur sehr beschränkt vor. Es werde im Körper selbst hergestellt - allerdings nur, wenn die Haut täglich etwa 20 Minuten der UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt wird. Diese Werte erreichten viele Menschen gerade im Winter oft nicht. "Daher sind Vitamin-D-Tröpfchen oder -Tabletten sinnvoll", sagte Heike Bischoff-Ferrari vom Universitätsspital Zürich. Die bloße Einnahme von Kalzium stärke die Knochen dagegen nicht, sagte Bischoff-Ferrari unter Berufung auf eine weitere Studie, für die rund 180 000 Datensätze ausgewertet wurden: "Im Gegenteil, es gibt Hinweise, dass Kalziumtabletten das Risiko für eine Hüftfraktur sogar erhöhen." Sie könnten die Phosphat-Aufnahme aus dem Darm hemmen. Eher seien Milchprodukte zur Knochenstärkung zu empfehlen, da sie neben Kalzium auch phosphathaltige Eiweiße enthalten. Quelle: dpa
|